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Letzte Veranstaltung des 13. Literarischen Herbstes in diesem Jahr.

Mit Arezu Weitholz, die ihren Roman “Beinahe Alaska” vorstellt, beschliesst die Stadtbibliothek den diesjährigen Literarischen Herbst. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Eintritt: 8,00 € / ermäßigt 6,00 €
Veranstaltungsort: Zentralbibliothek im Hanse Carré, Bgm.-Smidt-Straße 10

Im Rahmen des 13. Literarischen Herbstes der passende Roman zum Wochenbeginn.

Letzten Freitag klang die Woche mit Gün Tank, die wunderbar aus ihrem Roman “Die Optimistinnen” vorlas, und dem anschließenden Gespräch mit Sülmez Dogan aus. Sie gewährten uns einen sehr persönlichen Einblick in das harte Leben der Gastarbeiterinnen in den siebziger Jahren – ihren Müttern – und gaben diesen mutigen, von der Gesellschaft vielfach vergessenen Frauen (endlich) eine Stimme.

Wir starten mit dem passenden Titel in die neue Woche und laden dazu herzlich ein!

Eintritt: 8,00 € / ermäßigt 6,00 €
Veranstaltungsort: Zentralbibliothek im Hanse Carré, Bgm.-Smidt-Straße 10

Und weiter geht`s mit dem Literarischen Herbst …

Nachdem wir am vergangenen Dienstag in die Welt eines kleinen Mädchens in den 60er Jahren eingetaucht sind, erfahren wir am kommenden Freitag etwas über das Leben der jungen Nour, die in den 70er Jahren nach Deutschland kommt, um zu arbeiten.

Eintritt: 8,00 € / ermäßigt 6,00 €
Veranstaltungsort: Zentralbibliothek im Hanse Carré, Bgm.-Smidt-Straße 10

Literarischer Herbst: “Ein wahrer Apfel leuchtete am Himmelszelt”.

Nach der großartigen Auftaktveranstaltung am vergangenen Freitag liest Sabine Peters aus ihrem neuesten Roman.

Eintritt: 8,00 € / ermäßigt 6,00 €
Veranstaltungsort: Zentralbibliothek im Hanse Carré, Bgm.-Smidt-Straße 10

Nächstes Lese-Club-Treffen.

Jeden ersten Donnerstag im Monat trifft sich der Lese-Club des Freundeskreises der Stadtbibliothek und spricht über einen vorab ausgewählten Roman. Interessierte sind herzlich eingeladen jederzeit neu dazuzukommen. Moderiert wird der Lese-Club von Gundolf Herder und Jürgen Stock.

Auf dem Programm steht dieses Mal ein umfangreicheres Werk

“Weiches Begräbnis” von Fang Fang

Buchcover ©Hoffmann und Campe
  • Donnerstag, 06. Oktober 2022
  • 17:00 Uhr
  • Eintritt frei
  • Veranstaltungsort: Zentralbibliothek im Hanse Carré, Bgm.-Smidt-Straße 10

Die Stadtbibliothek lädt zum 13. Literarischen Herbst ein.

Gemeinsam mit dem Kulturamt Bremerhaven, dem Freundeskreis der Stadtbibliothek Bremerhaven e. V. und Literatur und Politik e. V. veranstaltet die Stadtbibliothek vom 16.09. – 29.09.2022 den 13. Literarischen Herbst.

Gruseln Sie sich am Eröffnungsabend mit Susanne Urban, Martin Baum und der Cellistin Lynda Cortis, freuen Sie sich auf neue literarische Begegnungen und die anschließenden interessanten Gespräche.

Das detaillierte Programm finden Sie hier

Der Lesetipp im Juli – ein Sommerbuch, nicht nur für junge Menschen.

Benedict Wells (2021): Hard Land, Diogenes Verlag, 346 S.

Buchcover © Diogenes Verlag

„In diesem Sommer verliebte ich mich, und meine Mutter starb (S.11). Mit diesem ersten Satz ist der Ton des Romans gesetzt und fasst den Plot kurz und bündig zusammen. Wir begleiten den Protagonisten durch diese Zeit mit all ihren Höhen und Tiefen.

Der fünfzehnjährige Sam ist ein Außenseiter, ziemlich einsam und wohnt im Jahr 1985 mit seinen Eltern in der fiktiven Kleinstadt Grady in Missouri. Seine ältere Schwester lebt seit einigen Jahren an der Westküste der USA, sein einziger Freund ist mit seiner Familie vor Kurzem weggezogen und der Kontakt nahezu abgebrochen. Sams Vater ist arbeitslos und schweigt, zu ihm hat er keinen wirklichen Zugang. Seine Mutter arbeitet trotz ihrer schweren Krankheit in ihrer eigenen Buchhandlung. Sie ist seine wichtigste Bezugsperson.  Eigentlich soll Sam den Sommer bei Verwandten in Kansas verbringen, doch um dem zu entgehen, beginnt er einen Ferienjob im örtlichen Kino. Hier begegnet er der Tochter des Besitzers und zwei beliebten älteren Jungen, die er von der Schule kennt und die ebenfalls dort angestellt sind. Mit ihnen und durch sie wird der Sommer unvergleichbar und unvergesslich.

Hard Land ist ein Roman, in dem sich nicht nur junge Menschen wiederfinden sondern auch die ältere Generation. Beim Lesen erinnert man sich wie es war, erwachsen zu werden, an die erste Liebe, all die Unsicherheiten, Sorgen und Nöte. Es geht um echte Gefühle, um Freundschaft, den Verlust eines geliebten Menschen und die Trauer um ihn. Existenzielle Dinge also, die uns alle berühren.

Benedict Wells gelingt es wunderbar mit der Stimme eines Teenagers zu erzählen, seine Gedanken, Gefühle und Handlungen empathisch und authentisch darzustellen. Mit seinem Schreibstil hat er eine zu Herzen gehende Coming-of-Age Geschichte verfasst, die einem noch lange im Gedächtnis bleibt und nachwirkt.

Esther Lindenau

Der Roman gehört zum Bestand der Stadtbibliothek.

Der Lesetipp im Juni – diesmal von der neuen Leiterin der Stadtbibliothek: Frau Anika Schmidt.

Jenny Erpenbeck (2021): Kairos, Penguin Verlag, 384 S.

Buchcover © Penguin Verlag

An einem Tag im November begegnet die 19-jährige Katharina dem Schriftsteller Hans, Mitte 50, verheiratet. Seitdem kommen sie nicht mehr voneinander los. Katharina blickt zu Hans auf, ist beeindruckt von seinem Wissen über Kunst und Kultur. Hans ist fasziniert von der jungen Katharina, will sie ganz für sich besitzen und dennoch seine Frau um keinen Preis verlassen. Ein Drama zwischen Liebe und Gewalt, Obsession, Hass und Hoffnung beginnt. Doch das ist nur ein Teil der Geschichte. Parallel zeichnet Jenny Erpenbeck in „Kairos“ das Bild der letzten Jahre der DDR und beschreibt, wie sich die beiden toxisch Liebenden Hans und Katharina nach der Wende in einer neuen Welt wiederfinden, in der ihre Liebe verloren scheint.

Kairos ist der Gott des glücklichen Moments. Die Vergänglichkeit dieses Moments und die Angst vor dem, was wohl folgen mag, finden in diesem Roman ihren Platz. Ein packendes Buch – unbedingt lesen!

Anika Schmidt

Das Buch kann in der Stadtbibliothek im Hanse Carré und der Stadtteilbibliothek in Leherheide entliehen werden.

Der Lesetipp im Mai – nicht nur am Muttertag relevant.

Kyung – Sook Shin (2012): Als Mutter verschwand, Piper Verlag, 248 S.

Buchcover © Piper Verlag

Eine Woche ist es jetzt her, dass Mama verschwunden ist.“ Mit diesem Satz beginnt Kyung – Sook Shins Roman, der uns in das ländliche Korea und eine andere Zeit führt. Denn die nun verschollene So-Nyo Parks wird 1938 in einem kleinen Dorf in Korea geboren. Als 17-­jährige wird sie mit einem ihr unbekannten, aber nach Aussage eines Horoskops passenden 20-jährigen Mann verheiratet. Eine Rettungsmaßnahme, denn es herrscht Krieg, und marodierende Soldaten verschleppen Mädchen ihres Alters.

Sie gebärt fünf Kinder. Einkünfte hat die Familie keine, doch allein mit der Feldarbeit und großen Sparsamkeit vonSo-Nyo gelingt es, alle zu ernähren und dem Nachwuchs eine Schulbildung zu ermöglichen. Ihr Ehemann hat kein Gespür für die Nöte seiner Frau, hilft ihr nicht, schafft keine Geräte an, die ihr die mühselige Arbeit in Haus und Flur erleichtern könnten. Er lebt sein eigenes Leben. Nun ist sie verschwunden und er sitzt allein im Haus, ruft wie immer nach ihr, aber niemand antwortet. Er entdeckt Unerwartetes: Seine Frau hat einen Großteil der Geldzuwendung von der ältesten Tochter Chi-Hon, die eine anerkannte Schrift­stellerin geworden ist, an ein Waisenhaus gespendet. Als Gegenleistung erhielt sie dort etwas für sie Wichtiges: Die Leiterin las ihr Chi-Hons Buch vor. Hatte denn niemand bemerkt, dass die Mutter nicht lesen kann?

Ein oder eine nicht näher benannte Erzähler*in blickt zurück auf die gemeinsamen Erlebnisse mit der Mutter, so als würde ein Fotoalbum aus der Vergangenheit durchgeblättert. Dies sind Versuche, die ereignisreiche Zeit wieder hervorzuholen und zu verstehen. Wertschätzung und Rücksichtnahme hatte die Mutter nie erfahren; alle Familien­mitglieder haben sie als selbst­verständ­liche Institution der einseitigen Pflicht­erfüllung betrachtet und benutzt. Jetzt ist der Moment der Besinnung gekommen.

Kyung-Sook Shin hat mit „Als Mutter verschwand“ einen Roman geschrieben, der einen packt. Am schlechten Gewissen, an der Sehnsucht. Er erzählt meisterlich von Mutterliebe, von Entsagung und Reichtum, von Familienopfern und -wurzeln. Die wenigen kitschigen Momente – ja, auch die gibt es – verzeiht man gern. In Korea war das Buch ein Bestseller, es ist in mehr als 20 Ländern veröffentlicht worden, und Kyung-Sook Shin gewann dafür im vergangenen Jahr als erste Frau den Man Asian Literary Prize.

Esther Lindenau

Das Buch gehört zum Bestand der Stadtbibliothek.

Kostenloser Bibliotheksausweis für Geflüchtete!

Alle Menschen, die in den letzten drei Monaten neu in Deutschland und in Bremerhaven angekommen sind, können jetzt kostenlos einen Bibliotheksausweis erhalten und damit Medien z.B. zum Deutschlernen, Romane und Kinderbücher in anderen Sprachen und vieles mehr ausleihen.

Ein Ausweis oder Pass sowie die Meldebescheinigung reichen für die Anmeldung aus.

Finanziert wird die Aktion vom Freundeskreis der Stadtbibliothek Bremerhaven e.V.

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