Jenny Erpenbeck (2021): Kairos, Penguin Verlag, 384 S.

Buchcover © Penguin Verlag

An einem Tag im November begegnet die 19-jährige Katharina dem Schriftsteller Hans, Mitte 50, verheiratet. Seitdem kommen sie nicht mehr voneinander los. Katharina blickt zu Hans auf, ist beeindruckt von seinem Wissen über Kunst und Kultur. Hans ist fasziniert von der jungen Katharina, will sie ganz für sich besitzen und dennoch seine Frau um keinen Preis verlassen. Ein Drama zwischen Liebe und Gewalt, Obsession, Hass und Hoffnung beginnt. Doch das ist nur ein Teil der Geschichte. Parallel zeichnet Jenny Erpenbeck in „Kairos“ das Bild der letzten Jahre der DDR und beschreibt, wie sich die beiden toxisch Liebenden Hans und Katharina nach der Wende in einer neuen Welt wiederfinden, in der ihre Liebe verloren scheint.

Kairos ist der Gott des glücklichen Moments. Die Vergänglichkeit dieses Moments und die Angst vor dem, was wohl folgen mag, finden in diesem Roman ihren Platz. Ein packendes Buch – unbedingt lesen!

Anika Schmidt

Das Buch kann in der Stadtbibliothek im Hanse Carré und der Stadtteilbibliothek in Leherheide entliehen werden.