Monat: Januar 2021

Neues aus der Stadtbibliothek: Projekt BIB_Treff abgeschlossen.
Ehrenamtliche für das Geschichtenrad gesucht!

Das Geschichtenfahrrad (Foto: Keil)

Die Kulturstiftung des Bundes stärkt mit ihrem Programm “hochdrei – Stadtbibliotheken verändern” bundesweit öffentliche Bibliotheken.  Unsere Stadtbibliothek gehört zu den insgesamt 28 Bibliotheken, die innerhalb der letzten 2 Jahre die Zustimmung zur Durchführung eines Projektes erhalten haben. Die Förderphase beträgt 2 Jahre. Das Bremerhavener Projekt heißt „Bibliothek in Stadt – Stadt in Bibliothek“. Zum Projekt gehört, dass in den Stadtteilen Wulsdorf und Geestemünde temporäre und flexible Bibliotheksangebote für verschiedene Gruppen der Stadtgesellschaft entwickelt und so im Zusammenspiel mit lokalen Akteuren neue Treffpunkte im Quartier geschaffen werden.

Die BIB_Treffs sind nun beide wieder geschlossen. Leider konnten dort, bedingt durch Corona, nicht alle Aktionen so angeboten werden, wie ursprünglich geplant.

Zum Projekt gehört auch das Geschichtenfahrrad.  Mit diesem schicken roten Lastenfahrrad werden mobile Angebote gemacht.  In den letzten Sommerferien parkte das Rad am Dienstagnachmittag am Geestemünder Holzhafen. Ab 14:30 Uhr wurden hier Bildergeschichten für Kindergartenkinder mit Hilfe eines Kamishibais (kleines Holztheater) vorgelesen. Diese Aktion und auch noch weitere Angebote möchte die Bibliothek auch 2021 anbieten und sucht dafür noch Ehrenamtliche. Wer die Bibliothek dabei unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen Kontakt mit Frau Keil aufzunehmen. Telefon 0471 590 2026.

Gefördert in dem Fonds hochdrei

Flohmarkt mal anders

Damit wir Projekte der Stadtbibliothek weiterhin unterstützen können, gibt es wieder die Möglichkeit, Bücher zu kaufen – wenn auch im kleinen Rahmen.

Die Stadtbibliothek stellt uns dafür ein Regal in der Zentralbibliothek im Hanse Carré zur Verfügung.

Taschenbücher kosten 0,50 € und gebundene Bücher 1,00 €. Das Geld bitte in die Dose stecken.

Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

Der Buchtipp im Januar

Winnemuth, Meike (2013), Das große Los. Wie ich bei Günther Jauch eine halbe Million gewann und einfach losfuhr, 4. Auflage, Knaus, München, 328 S.

Buchcover: © Penguin Random House Verlagsgruppe

Was würde ich tun, wenn ich in der Quizsendung „Wer wird Millionär“ 500.000 € gewinnen würde? Diese Frage hat sich vermutlich jede(r) schon einmal gestellt. Die Journalistin Meike Winnemuth, 50 Jahre, ledig, ohne Kinder muss nicht lange nachdenken und verwirklicht einen langgehegten Traum. Also: Koffer gepackt, Laptop und Kamera startklar gemacht, von allen schön verabschiedet und losgefahren. Ihre persönlichen Erlebnisse hat sie in diesem Buch verarbeitet. In 12 Briefen an Freundinnen und Freunde, ihre Eltern, ihren Publikumsjoker Jonas und ihr jüngeres Ich berichtet sie aus den 12 Städten, in denen sie jeweils 4 Wochen lang gelebt hat. Dies erweist sich als eine bereichernde und interessante Vorgehensweise, denn durch die verschiedenen Empfänger*innen hat jeder Brief einen anderen Charakter. Auf lockere, gut lesbare Weise erfahren die Leser*innen nicht nur viel Wissenswertes über die jeweilige Stadt und das entsprechende Land, die Mentalität und Kultur der Menschen, sondern auch über das persönliche Verhältnis zum jeweiligen Adressaten. An jeden Brief hängt Meike Winnemuth zudem eine Liste, in der 10 Dinge aufgezählt sind, die sie jeweils gelernt hat. Zum Beispiel, dass frittierte Bienen besser schmecken als frittierte Libellen (Shanghai), Flanieren ein wunderbarer Zeitvertreib sein kann (Buenos Aires) oder Radfahren die schnellste, angenehmste, erkenntnisreichste und glücksstiftendste Fortbewegungsart in der Stadt ist (Kopenhagen). Schon hier wird deutlich: Wer einen klassischen Reiseführer erwartet, wird enttäuscht sein. Vor allem auch, weil die Autorin die Rezipient*innen mit großer Offenheit an ihren Gedanken, Fragen und Reflexionen teilhaben lässt und damit zum Nachdenken über die eigene Haltung zu grundlegenden Lebensfragen animiert: Wer bin ich, was will ich, was sind meine Werte und Ziele? Was ist mir wichtig? Was brauche ich? Wie möchte ich mein Leben zukünftig gestalten? Ein Buch also, in dem es um viel mehr als eine bloße Reise geht. Und genau deshalb ist es eine wunderbare Lektüre zu Beginn eines neuen Jahres und besonders auch in Zeiten, in der wir gezwungenermaßen die nötige Muße haben. Trotz des ernsthaften Grundtons ist Meike Winnemuth ein humorvolles, unterhaltsames, inspirierendes, authentisches Buch voller Überraschungen und interessanter Begegnungen mit sehr unterschiedlichen Menschen gelungen, das zudem noch mit vielen schönen Fotos bebildert ist.

PS: Das Buch kann in der Zweigstelle Leherheide der Stadtbibliothek ausgeliehen werden.

PPS: Wer sich näher über die Autorin informieren möchte, kann das hier tun: https://www.meikewinnemuth.de/

Esther Lindenau

In Kürze können Sie hier den monatlichen Buchtipp lesen!

Wie die meisten Vereine und Initiativen, wird auch der Freundeskreis der Stadtbibliothek durch Covid-19 seit vielen Monaten in allen Aktivitäten ausgebremst. Wir müssen uns folglich neue Wege und Formen erschließen, um zum einen unseren Tatendrang auszuleben, vor allem aber um mit unseren Vereinsmitgliedern und allen daran Interessierten in Kontakt zu bleiben. Deshalb planen wir – zunächst für ein Jahr befristet –, jeweils zum 15. des Monats einen Buchtipp mit einer knappen Inhaltsangabe, Informationen zum Autor oder zur Autorin sowie einer kurzen Rezension einzustellen. Da viele Menschen zurzeit das Reisen sehr vermissen, möchten wir mit unseren Buchvorschlägen vorrangig dieses Manko aufgreifen und unsere virtuellen Besucher*innen anregen, mit Hilfe der Literatur ferne Länder und Kulturen, aber auch die nähere Umgebung und nicht zuletzt die Vergangenheit oder die Zukunft zu erkunden.

Am 15. Januar 2020 finden Sie hier den 1. Buchtipp!

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